FAQ
FAQ
Fragen und Antworten
Was ist TinnMusic®?
TinnMusic® ist Musik, aus der Promedicum die individuelle Tinnitus-Frequenz von Betroffenen herausfiltert. TinnMusic® ist ein Medizinprodukt im Sinne des §3 MGP (Medizinproduktegesetz) zur Linderung des tonalen Tinnitus. TinnMusic® wirkt der Ursache eines tonalen Tinnitus in der Hörrinde im Gehirn unmittelbar entgegen.
TInnMusic® eignet sich hervorragend zur Therapie zu Hause und ist risiko- und nebenwirkungsfrei.
Was ist ein tonaler Tinnitus?
Ein tonaler Tinnitus ist eine Unterform des Tinnitus, bei dem das ständige Ohrgeräusch als Piepen oder Pfeifen wahrgenommen wird. Dabei ist es möglich, in einer fachlich fundierten Untersuchung die Tonhöhe (Frequenz oder Schwingunszahl) des Ohrgeräusches zu bestimmen.
Für wen ist die Tinnitus-Behandlung mit TinnMusic® geeignet?
Die Herstellung von TinnMusic® beruht auf den Ergebnissen der aktuellen neurophysiologischen Tinnitus-Forschung. Die Tinnitus-Behandlung ist durch Studien mit maßgeschneiderter, frequenzgefilterter Musik (Prof. Pantev der Universität Münster) und mit frequenzgefilterten Breitbandrauschen und Naturgeräuschen (Prof. Parmigiani, Universität Parma) für folgende an Tinnitus leidende Patientengruppe erprobt und nachgewiesen:
Tonaler Tinnitus (Pfeifen, Piepen auf einer bestimmten Frequenz zuzuordnen)
Chronischer Tinnitus (länger als 3 Monate)
Tinnitusfrequenz höchstens 13.000 Hz (13 kHz) Arbeitsgruppe Prof. Parmigiani, 8.000 Hz (8 kHz) Arbeitsgruppe Prof. Pantev.
Hörverlust weniger als 60 dB
Für diese Patientengruppe ist die Behandlung wissenschaftlich erprobt.
Bei höherfrequentem Tinnitus ab 8000 Hz (8 kHz) empfiehlt Promedicum den Einsatz von TinnMusic® Naturgeräuschen.
Worin unterscheidet sich TinnMusic® von herkömmlicher Musik oder herkömmlicher Entspannungsmusik?
TinnMusic® ist ein Medizinprodukt, das im Gegensatz zu herkömmlicher Musiktherapie nicht den Symptomen des Tinnitus, sondern der Ursache des Tinnitus entgegenwirkt. Die aktuelle medizinische Forschung hat herausgefunden, dass durch die maßgeschneiderte frequenzgefilterte Musik krankhafte, durch den Tinnitus ausgelöste Umbauvorgänge im Gehirn wieder rückgängig gemacht werden. TinnMusic® ist keine Maskierung, keine Gegenton-Therapie und kein Noiser.
TinnMusic® ist also anders als normale Musik die Grundlage für eine Linderung der Tinnitus-Lautstärke.
Worin unterscheidet sich TinnMusic® vom Tinnitus-Neurostimulator der ANM Adaptive Neuromodulation GmbH?
Beim Tinnitus-Neurostimulator werden 4 Therapietöne auf Frequenzen ober- und unterhalb des Tinnitustones nach einem „komplexen Algorithmus“ gespielt.
Bei der Behandlung mit TinnMusic® werden die Tinnitus-Neurone im Gehirn völlig vom Hörgeschehen abgekoppelt, sie werden während der Therapie „quasi in Ruhe“ gelassen. Die umgebenden, gesunden Nervenzellen werden durch die frequenzgefilterte Musik völlig normal erregt. Dadurch verlernt der Tinnitus seinen eigenen, störenden Ton. Die Behandlung erfolgt mit als angenehm empfundener Wunschmusik, dies löst im Gehirn ein hormonelles Belohnungssystem aus (z.B. Dopamin-Ausschüttung), was den gesunden Umbau der Hörrinde beschleunigt.
Welche Art von Kopfhörern wird zum Hören von TinnMusic® empfohlen?
Promedicum empfiehlt das Hören von TinnMusic® mit einem hochwertigen, geschlossenen Kopfhörer. Dadurch werden Störgeräusche von außen vermieden, die sonst die Therapie beeinflussen könnten. Qualitativ hochwertige Kopfhörer sollten möglichst in Kombination mit einem Kopfhörerverstärker eingesetzt werden. Aufgrund der guten Schallisolierung sind auch hochwertige In-Ear-Stecker geeignet, die sich u.a. gut zum Trainieren im Liegen eignen.
Wichtig ist der Frequenzgang. Dieser gibt an, ob die einzelnen Töne gleichmäßig oder ungenau und verfälscht wiedergegeben werden. Die grafische Darstellung erfolgt in einem Liniendiagramm, wobei die Linie im Bereich zwischen 20 Hertz bis 20.000 Hertz möglichst flach verlaufen sollte. Wellenformen sind ein Zeichen dafür, dass Teile des Klangbildes zu stark oder zu schwach dargestellt werden.
Achten Sie auf den Klirrfaktor. Dieser zeigt den Verzerrungsgrad an. Ein niedriger Klirrfaktor bedeutet eine geringe Verzerrung. Der Klirrfaktor sollte möglichst klein sein.
In den Studien der Münsteraner Forschergruppe wird der geschlossene Kopfhörer Beyerdynamic DT-770 verwendet.
Wie sollte die Tinnitus-Behandlung mit TinnMusic® durchgeführt werden?
Promedicum empfiehlt, bei einer Lautstärke zu trainieren, die als angenehm empfunden wird. Geeignet ist auch eine Lautstärke, die der Tinnituslautstärke entspricht. Keinesfalls sollte zu laut gehört werden. Während des Hörens muss man sich nicht auf die Musik konzentrieren, sie kann also „nebenbei“ gehört werden. Ferner ist es auch erlaubt, andere Tätigkeiten gleichzeitig durchzuführen, sofern sie die Behandlung nicht unterbrechen wie z.B. Lesen, Joggen, etc.. TinnMusic® Naturgeräuche eignen sich auch bei Joga, autogenem Training oder als Einschlafhilfe durch den zusätzlich maskierenden Effekt, hierbei können In-Ear-Stecker vorteilhaft sein.
Wie schnell wirkt die Tinnitus-Behandlung mit frequenzgefilterter Musik wie TinnMusic®?
Eine neue Studie des Instituts für Biomagnetismus & Biosignalanalyse der Uni Münster weist einen Effekt bei intensiviertem Training mit frequenzgefilterter Musik bereits nach 5 Tagen nach. Bestätigt wurde ferner, dass insbesondere Patienten mit einer Tinnitusfrequenz von < 8000Hz von der Therapie mit maßgeschneiderter Musik profitieren. TMNMT - Short and intense tailor-made notched music training against tinnitus -
Kann man den Erfolg der Tinnitus-Behandlung mit frequenzgefilterter Musik auch im Tierexperiment belegen?
Ja. Dazu findet sich ein Artikel in der Wissenschaftszeitschrift Nature: Forscher konnten erstmals im Tierexperiment belegen, dass ein künstlich erzeugter Tinnitus mit Hilfe von frequenzgefilterter Musik wieder rückgängig gemacht werden konnte. Lesen Sie auch den aktuellen Bericht in Spiegel-Online. Über Tinnitus-Behandlung mit maßgeschneiderter, frequenzgefilterter Musik erfahren Sie in diesem Spiegel-Online Artikel.
Warum ist TinnMusic® ein Medizinprodukt?
TinnMusic® ist zur Linderung der Tinnitus-Lautstärke bei Patienten mit tonalem Tinnitus hergestellt. Als Medizinprodukt trägt TinnMusic® das CE-Zeichen, dies beinhaltet unter anderem auch die europäische Zulassung. Ein Medizinprodukt muss gesetzlich vorgeschriebene Sicherheits- und Qualitätsvorschriften erfüllen, die durch europäische ISO-Normen oder EG-Richtlinien garantiert werden. TinnMusic® wird gemäß der Norm EN ISO 147971 und der Richtlinie 93/42/EWG hergestellt.
Wird TinnMusic® von der Krankenkasse bezahlt?
TinnMusic® ist ein innovatives Medizinprodukt, umgesetzt aus der neusten Tinnitusforschung. In der Regel dauert es einige Zeit, bis nachgewiesene Therapieverfahren von den Krankenkassen bezahlt werden. Versicherte der gesetzlichen und privaten Krankenkassen können aber einen Kostenübernahmeantrag bei ihrem zuständigen Sachbearbeiter stellen. Zuvor lassen Sie bitte das Formular von Ihrem HNO-Arzt ausfüllen. Oft hilft der persönliche Gang zum Sachbearbeiter. Möglicherweise wird der Antrag noch vom medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) begutachtet.
Auf welche aktuelle Studien bezieht sich TinnMusic® hauptsächlich?
The windowed sound therapy: a new empirical approach for an effectiv personalized treatment of tinnitus. Lugli M, Romani R, Ponzi S, Bacciu S, Parmigiani S. Department of Evolutionary and Functional Biology, University of Parma, Parma, Italy; Int Tinnitus J. 2009;15(1):51-61.
Listening to tailor-made notched music reduces tinnitus loudness and tinnitus-related auditory cortex activity. Okamoto H, Stracke H, Stoll W, Pantev C. Institute for Biomagnetism and Biosignalanalysis, Westfalian Wilhelms-University, Malmedyweg 15, Muenster, Germany. Proc Natl Acad Sci U S A. 2010 Jan 19;107(3):1207-10. Epub 2009 Dec 28
Short and intense tailor-made notched music training against tinnitus: the tinnitus frequency matters. Teismann H, kOamoto H, Pantev C; PLoS One. 2011;6(9):e24685. Epub 2011 Sep 15. Institute for Biomagnetism and Biosignalanalysis, University of Muenster, Muenster, Germany.
Die ausgewählten Studien untersuchen alle den Einfluss von Musik oder bearbeitetem Breitbandrauschen bzw. Naturgeräusche auf die Tinnituslautstärke.
Über Erfolge im Tiermodell berichtet die Wissenschaftszeitschrift Nature:
Reversing pathological neural activity using targeted plasticity
Engineer ND, Riley JR, Seale JD, Vrana WA, Shetake JA, Sudanagunta SP, Borland MS, Kilgard MP.
Nature. 2011 Jan 12. [Epub ahead of print]